Papiermachermuseum

Im einzigartigen Ambiente der ehemaligen Papierfabrik Steyrermühl werden durch modernes Museumsdesign, historische und zeitgeschichtliche Themen rund um die Papierherstellung in anschaulicher und leicht verständlicher Weise präsentiert. Auch soziale Aspekte der Industriegeschichte, Umweltschutz und die Bedeutung der Traun werden in eigenen Abteilungen dargestellt.

Das Papiermachermuseum, welches 1997 gegründet wurde, ist das größte seiner Art in Europa und beeindruckt durch die authentische Einbettung in das ehemalige Produktionsgebäude. Die Präsentation wurde im Rahmen der oberösterreichischen Landesausstellung 2008 das letzte mal neu gestaltet und auf modernsten Ausstellungsstandard gebracht. Ein neuerlicher Relaunch ist für das Jubiläumsjahr 2017 geplant.

Eigene Kinderbeschriftungen, Vermittlungsprogramme, Workshops, eine Rätselrally, das Ausprobieren des Handschöpfens sowie der große Spielplatz machen aus dem Museum ein Paradies für Kinder. Eine neue Brücke über die Traun beeindruckt durch ihr Design und führt Wanderer und Radfahrer zu dem von der UPM Steyrermühl errichteten Schaukraftwerk Gschröff.

Beschriftungen, spektakuläre Bilder, akustische und audiovisuelle Installationen begleiten durch die Ausstellung und machen den Museumsbesuch zu einem spannenden Erlebnis, das alle Sinne anspricht. Das  Museum begrüßt die Besucher im Foyer als einladende „Welt aus Weiß“, von dort begibt man sich auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Papiererzeugung, von den Vorläufern des Papiers bis zur modernen Papierherstellung.

Ein weiterer Höhepunkt ist die direkte Einbindung der Traun in die Gestaltung der „Papierwelten“. Das Wasser als wichtigstes Element für die Papierherstellung – sei es für den Transport des Rohmaterials als auch zur Herstellung selbst – begleitet das Publikum auf verschiedene Weise bei Ihren Erkundungen, zum einen in Form von Exponaten, zum anderen indem die vorbei fließende Traun immer wieder als fixer Bestandteil des Museumsrundganges wahrgenommen wird.

Die vielfachen Aspekte der heutigen Papiererzeugung wird den Besuchern in dem Bereich „Modernes Papier“ auf eindrucksvolle Weise nähergebracht. Konzipiert von Dr. Günter Knerr vom deutschen Museum in München, weist diese Schau in vielfacher Weise den gestalterischen Weg des Papiermachermuseums in das 21. Jahrhundert. Wie Dr. Knerr anlässlich der Eröffnung vor Vertretern der Industrie, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft betonte, geht das Museum dabei in eine Richtung, die den veränderten Umgang unserer Zeit mit der Technik auch im Museum widerspiegelt. Wo früher ausschließlich Objekte und Schautafeln die Besucher mit Wissenswertem „belehrten“, steht heute der durch die technische Entwicklung und ihre Handhabung „veränderte“ Mensch und seine Erwartungen und Wünsche im Vordergrund. „Modernes Papier“ wendet sich an selbständig agierende BesucherInnen von heute, gewöhnt an die Nutzung von Computern, Touch-Screens und anderen technischen Geräten. Die BesucherInnen „erleben Museum“ im speziellen dieser Ausstellung, sie wählen aus dem multi-medialen Angebot nach Ihrem Interesse aus und interagieren, „kommunizieren“ mit der Ausstellung. Computer, Video und das Internet sind einige der neuen Vermittlungstechniken, die die bisherigen ergänzen und den Museumsbesuch attraktiver – vor allem auch für junge „BesucherInnen“ – gestalten.


Vermittlungsprogramme für Schulen

In Pauscht und Bogen

Kindgerechte, dialog- und aktionsorientierte Aneignung von Grundwissen über die Geschichte der Beschreibstoffe von den Vorläufern des Papiers bis zur Papiermanufaktur (Handschöpferei) – mit einem kurzen Ausblick auf die moderne Papierproduktion.

Arbeitsblatt In Pauscht und Bogen

Lebenswelten einst und jetzt

Spannender Einblick in die mit der Industrialisierung einhergehenden Einflüsse auf die Lebens- und Arbeitswelt – eine historische Reise mit aktuellen Zeitbezügen.

Arbeitsblatt, Lebens- und Arbeitswelten

Lebens- und Arbeitswelten – einst und jetzt

1,2,3,4 So entsteht Papier

Für technisch Interessierte: Die Entwicklung der Papiererzeugung von der Manufaktur bis zur modernen Papierfabrik. Info über die permanente Optimierung der Herstellungsprozesse .

Arbeitsblatt 1-2-3-4 So entsteht Papier

Steyrermühl – Industriekraftwerke seit mehr als 100 Jahren

Vermittlung eines Überblicks über die in der Papierindustrie eingesetzten Kraftwerkstechnologien anhand der Anlagen in der Papierfabrik UPM Steyrermühl.

Papierproduktion – Die ökologische Seite

Mythos und Fakten: Diskussion über die Umweltrelevanz der Papierindustrie, die von der Industrie gesetzten Massnahmen und deren Auswirkung, sowie die künftigen ökologischen Herausforderungen.

Die Traun – historische und aktuelle wirtschaftliche Bedeutung

Wirtschafts- und regionalkundliches Thema: Bedeutung von Schifffahrt und Flößerei, Mühlen und Papierindustrie an der Traun; ergänzt um die Nutzung der Wasserkraft zur Stromerzeugung.


Workshops für Schulen und Gruppen

Handschöpfen

Mit Unterstützung durch die Museumsvermittler können die TeilnehmerInnen können ihr eigenes Papier schöpfen und abgautschen! Das Pressen und Trocknen wird vom Papiermachermuseum durchgeführt – und nach dem Besuch einer anderen Museumsveranstaltung kann das fertige Blatt abgeholt werden.

Probier Papier!

Kreatives Gestalten mit den vom Papiermachermuseum zur Verfügung gestellten Papiermaterialien: Alle TeilnehmerInnen schöpfen ein Billet in Serviettentechnik sowie ein Kuvert. Geleitet von VermittlerInnen unseres Museums.


Geschichte

Das Österreichische papiermachermuseum ist ein eindrucksvolles Beispiel einer äußerst erfolgreichen Revitalisierung eines ehemaligen Fabriksgebäudes. Wo von 1868 bis 1988 Papier und Zellstoff erzeugt wurden befinden sich heute auf einer Fläche von über 4.000 m2 das Österreichische Papiermachermuseum, ein Druckereimuseum, ein Feuerwehrmuseum, eine Handschöpferei, eine integrative Malschule, eine Kunstgalerie sowie ein modernes Veranstaltungszentrum.

Träger all dieser Einrichtungen ist der Verein Österreichisches Papiermachermuseum, der im Jahr 1993 vom ehemaligen Laakirchner Bürgermeister und Nationalrat Karl Neuwirth gegründet wurde. Am 1. Juni 1997 wurde nach jahrelangen Gestaltungsarbeiten im Bereich der ehemaligen Papiermaschinen 4 und 5 und der Zellstoffbleicherei das Österreichische Papiermachermuseum eröffnet.
Die nächsten wichtigen Meilensteine waren die Eröffnung des Druckereimuseums im Jahr 2000, die Eröffnung des völlig neu adaptierten Veranstaltungszentrums im Jahr 2003 sowie die Teilnahme an der Landesausstellung 2008 im Salzkammergut, bei welcher der gesamte Museumsbereich des Papiermachermuseum völlig neu gestaltet wurde. Weiters wurde im Rahmen der Landesausstellung eine Brücke über die Traun errichtet.

Die Einnahmen des Vereins zur Deckung der laufenden Kosten setzten sich zusammen aus Museumseintritten, aus der Vermietung der Veranstaltungsräumlichkeiten, aus Mitgliedsbeiträgen privater Mitglieder und Firmenmitglieder sowie aus Sponsorengeldern.

Privatpersonen haben die Möglichkeit, die Museums – und Kulturarbeit mit einem jährlichen Beitrag von € 18,- zu unterstützen. Sie erhalten als Gegenleistung freien Museumseintritt sowie 20% Ermäßigung bei den Kulturveranstaltungen des Museums.

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