Literatur am Donnerstag: Lesung mit Friedrich Orter

Fotoquelle: http://ecowin.at/autoren/friedrich-orter/

Friedrich Orter, geboren 1949 in Kärnten, berichtete für den ORF aus 14 Kriegen vor allem im Nahen und Mittleren Osten. 2012 beendete er seine Laufbahn beim ORF und arbeitet heute als freier Journalist und Autor in Wien.  Aufgrund einer Vielzahl aktueller Entwicklungen  – islamistische Gewalt, Sezessionsbestrebungen in der EU, ein zunehmend autoritäres Russland, Europamüdigkeit der Europäer, Klimawandel und Bevölkerungsexplosion – sieht Orter unseren Frieden, unseren Wohlstand und unsere demokratische Grundordnung bedroht.

Für sein herausragendes journalistisches Werk wurden Friedrich Orter viele Auszeichnungen verliehen, so der Karl-Renner-Preis für Publizistik, der OSZE-Preis für Journalismus und Demokratie, der Dr.-Felix-Ermacora-Preis für Menschenrechte. 2012 erhielt er bei der Auszeichnung der „Journalisten des Jahres“ den Sonderpreis für sein Lebenswerk.

Im folgenden einige Zitate aus seiner aufrüttelnden Streitschrift „AUFWACHEN – Europa und die neue Weltordnung“, die Ende 2016 im Ecowin-Verlag erschien:

Wir erleben eine Zeitenwende. Wir wissen nicht, wohin die Reise geht. Migration, Brexit, die dramatischen Umwälzungen in der Türkei treffen und verunsichern ein in seinen Traditionen gelähmtes, überaltetes Europa, konfrontiert mit islamischem Terror.

Die Hoffnung auf ein Zeitalter der Toleranz schwindet. Die Rückkehr der Religionen auf die politische Weltbühne ermöglicht Fanatikern skrupellos geistlose Angriffe auf die Vernunft.

Auf Vladimir Putins Expansionspolitik reagiert der Westen hilf- und ahnungslos ohne nennenswerten Widerstand mit umstrittenen Wirtschaftssanktionen.

Der Staat am Bosporus (Anm.: Türkei), eine historische Pufferzone zwischen Ost und West, wird zum Albtraum EU-Europas.

EU-Europa, außenpolitisch weltweit ein Eunuch mit gelegentlichen diplomatischen  Möchtegern-Erektionen, ist mit seinen eigenen Schwächen heillos überfordert.

Die Flüchtlingswelle, die den Zusammenhalt unserer europäischen Gesellschaften überfordert, hat (eben) nicht nur politische, sondern auch globale klimatische Ursachen. Was wir derzeit erleben, ist erst der Anfang.

Die Europäische Union ist am Scheideweg. Entweder sie schafft eine Neuorganisation und Neudefinition ihrer Institutionen, oder sie zerfällt.

 

Was Europa und die Welt 2017 bewegen wird, ist ungewiss. Was uns am 28. September 2017 im Papiermachermuseum erwartet, wissen wir: eine kompetente, aufrüttelnde und kritische Analyse der europäischen und globalen Entwicklungen von Dr. Friedrich Orter.

Karten beim Papiermachermuseum, in der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Laakirchen und in der ÖBST.

VVK: 13€ / AK: 15€ (Ermäßigung für Mitglieder des Museumsvereins)

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